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Balint, Istvan (Duits)

  • Geboren 04-09-1918 in Szeged, Ungarn.
  • Gestorben 16-04-1943 in Sobibor, Polen – 24 Jahre.
  • Eltern Imre Balint und Margit Karliva Brummer.
  • Verlobt mit Wilhelmina Esther Zion.

Istvan kam im Dezember 1940 als Landarbeiter zur Familie Bosscha auf ‘het Vasterd’ in Gammelke Nr. 6, Gemeinde Weerselo. Im Juli 1941 ging er zum Keizerweg 40 nach Enschede. Er war ein Palästina-Pionier der Deventer Vereinigung.

Er kam im Februar 1939 aus Ungarn auf die Teuge-Flugschule in den Niederlanden. Bis Februar 1940 hielt er sich auf in der ‚De Kleine Haar‘ Jugendherberge in Gorssel, einer Filiale der Deventer Vereinigung für ausländische Flüchtlinge.

Später lebte er mit seiner Verlobten Wilhelmina Esther Zion in Eibergen. Die ganze Familie beschloss, sich an verschiedenen Adressen zu verstecken.

Eine der Adressen war bei der Familie Kottelenberg in Eibergen, wo sich mehrere Juden versteckten. Istvan war hier zusammen mit Julius und Johanna Zion – einem Bruder und einer Schwester von Wilhelmina – und Johannas Baby untergebracht. Im März 1943 wurde die Farm durchsucht. Julius und Istvan waren fast entkommen, als Johanna mit ihrem Baby gefasst wurde. Um zu verhindern, dass die Deutschen sie alle finden, tauchte Istvan aus dem Versteck auf. Alle drei wurden in die Kaserne in Neede und von dort nach Westerbork gebracht.

Istvan traf am 27. März im Lager Westerbork ein – Strafbaracke 66. Am 13. April 1943 wurde er in das Konzentrationslager Sobibor deportiert.

Holocaust-Opfer. Sein Verlobter überlebte den Krieg ebenso wie seine Eltern.

Jüdisches Denkmal und Stolperstein in Enschede.

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Erve Vasterd

Erve Vasterd