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Windmüller, Max (Duits)

  • Geboren 17-02-1920 in Emden, Deutschland.
  • Gestorben 21-04-1945 in Cham, Deutschland – 25 Jahre.
  • Eltern Moritz Windmüller, Metzger, und Jette Seligmann.
  • Verlobt mit Metta Lande.
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Von Februar 1939 bis Ende Dezember 1939 und erneut von Juni 1940 bis Ende März 1941 war Max Landarbeiter bei der Familie ter Haar in ‘Erve Koekoek’ in Hasselo Nr. 42, Gemeinde Weerselo. Dann ging er nach Assen. Er hat sich gut mit der Familie ter Haar verstanden, es bestand seit längerer Zeit Kontakt.

Er stammte aus einer Familie mit fünf Kindern. Die Familie floh 1933 nach Groningen, wo sein Vater 1937 starb. Max war ein Palästina-Pionier der Deventer Vereinigung und ein prominentes Mitglied der Westerweel-Gruppe.

Er wurde während einer Razzia in Amsterdam festgenommen und landete am 14. August 1943 im Lager Westerbork. Vier Tage später gelang ihm die Flucht in einen Wäschewagen. Danach schloss er sich der Westerweel-Gruppe an. Unter dem Pseudonym ‘Cor Andringa’ war er am Fluchtweg von Palästina-Pioniere nach Spanien beteiligt, der von der Westerweel-Gruppe organisiert wurde. Er war verantwortlich für die Kontakte zwischen der Gruppe in den Niederlanden und den Gruppen in Frankreich. Max verlagerte sein Tätigkeitsfeld zunehmend nach Frankreich. Er reiste unermüdlich zwischen Holland, Belgien, der Bretagne, Paris und Südfrankreich. Dabei gelang es ihm, hundert jungen Menschen, darunter auch seinem Bruder Emil, auf dem Weg in die Freiheit zu helfen.

Anfang 1944 zogen Max und seine Verlobte Metta Lande nach Paris. Max hatte einige Zeit mit der französischen jüdischen Widerstandsbewegung zusammengearbeitet. Diese Gruppe wollte Hilfe von London und stand in der Zwischenzeit mit zwei Agenten in Kontakt, die vorgaben, Mitglieder des britischen Geheimdienstes zu sein. Das war für sie fatal, diese Kontakte erwiesen sich als Doppelspione, die auch für die Gestapo arbeiteten. Während eines Treffens zwischen Max und den Führern des französischen Widerstands in Paris am 18. Juli 1944 fiel die Gestapo ein und alle wurden verhaftet.

Am 25. August 1944 landete er über das Lager Drancy im Konzentrationslager Buchenwald. Gegen Kriegsende erreichte er das Lager Flossenbürg, von wo aus mit den Alliierten auf den Fersen der Todesmarsch nach Dachau begann. In der Zwischenzeit war Max ernsthaft geschwächt und halb verhungert. Am 21. April 1945, dem vierten Tag dieser Reise, wollte Max etwas Wasser aus einem Brunnen trinken und wurde von einem Wachmann erschossen. Er starb einen Tag vor der Befreiung dieser Gruppe von Deportierten in Winklarn, Kreis Cham.

Grabstelle unbekannt.

Holocaust-Opfer sowie seine Mutter und sein Bruder Salomon mit seiner Familie. Seine Brüder Izaak und Emil und seine Schwester Ruth überlebten den Krieg.

Posthum verliehen die Medaille des französischen Widerstands ‘la Résistance Française’.

Denkmal im Westerweel-Wald in Ramat Menashe, Israel für Joop Westerweel, Max Windmüller und ihre Mitkämpfer.

Geehrt im niederländischen und französischen Gedenkraum des Yad Vashem Museums und im Ghetto Warriors Museum Beit Lochamei ha Ghettaot, beide in Israel. Im Virginia Holocaust Museum in Illinois, USA und im Bunkermuseum in Emden.

Außerdem wurde in Emden die nach ihm benannte Max-Windmüller-Stiftung gegründet und 1998 die Webergildstraße in Emden in Max-Windmüller-Straße umbenannt. Die Familie ter Haar war ebenfalls anwesend. 2015 wurde die neue Turnhalle am Steinweg nach ihm benannt. Und Stolpersteine ​​wurden in der Mühlenstraße 4 in Emden verlegt.

Es gibt auch einen Stolperstein im Javastraat 3 in Assen.

1997 erschien ein Buch: ‘Max Windmüller 1920-1945’ und 2010 ein Film / Dokumentarfilm über das Leben von Max Windmüller: ‘Deckname Cor – die dramatische Geschichte des Max Windmüller’.

Alle Palästina-Pioniere in der Gemeinde Weerselo

W54 Windmuller Max_04

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Windmüller Max

Erve Koekoek

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