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Roozendaal-Eichenwald, Bertha (Duits)

  • Geboren 22-03-1880 in Horstmar, Deutschland.
  • Gestorben 09-04-1943 in Sobibor, Polen – 63 Jahre.
  • Eltern Hertz Eichenwald und Julin Steinmann.
  • Witwe von Salomon Roozendaal, Kaufmann.

Bertha lebte seit Januar 1939 mit zwei ihrer Kinder in Ootmarsum. Zuerst in der Grotestraat 52 und später in der Molenstraat 318.

1907 war sie mit dem in Denekamp geborenen Salomon Roozendaal verheiratet. Sie lebten dort mit ihren drei Kindern in der Hagenstraße 19 in Nordhorn. Sie wurde 1912 Witwe. Wie ihre Kinder hatte sie die niederländische Staatsangehörigkeit. Sie konnte mühsam ihren Lebensunterhalt mit dem Handel mit Abfallprodukten verdienen. Sie floh im Juli 1938 mit ihrem Sohn Ernst und ihrer Tochter Jenny nach Denekamp. Bertha und Jenny lebten dort sechs Monate bei Seligman Levi Salomons in der Nordhornschestraat 41, wo Jenny zuvor als Haushälterin arbeitete. Sohn Ernst lebte bei Motje Salomons in der Brinkstraat 33, wo er in seinem Textilgeschäft half. Ihre jüngste Tochter Hendrina versteckte sich in Gronau.

Bertha wurde am 30. März 1943 zusammen mit Tochter Jenny und sieben weiteren jüdischen Bewohnern von Ootmarsum in das Durchgangslager Westerbork deportiert. Sie und ihre Tochter Jenny wurden am 6. April in das Konzentrationslager Sobibor deportiert, wo sie kurz nach ihrer Ankunft getötet wurden. Sohn Ernst ging vom Apeldoornsche Bos ins Lager Auschwitz, wo er vergast wurde.

Holocaust-Opfer sowie ihre Kinder Ernst und Jenny. Ihre jüngste Tochter Hendrina (verheiratet mit Schreiber) überlebte den Krieg. Über die Familie Eichenwald ist wenig bekannt.

Jüdisches Denkmal und Stolpersteine ​​in Nordhorn und Ootmarsum.

Die Roozendaalstraße in Nordhorn wurde nach der Familie benannt.